die Gesetze der Bären

§1 Wer die Garde angreift oder sich der Verhaftung widersetzt wird mit Kerker nicht unter 3 Monaten bestraft.

§2 Wer das Land Bärock, seine Krieger oder die Sache der Bären an den Feind verrät soll den Kerker nie mehr verlassen.

§3 Wer einen Mord begeht der soll den Rest seines kläglichen Lebens im Kerker verbringen. Wenn es kein Mord sondern Totschlag war dann sey er begnadigt nach 5-10 Jahren.

§4 Wer jemandem ein ernstes Leid des Körpers zufügt der soll zahlen Geld nach Maß des Richters an sein Opfer und soll bleiben im Kerker mehrere Wochen oder Monate, aber nicht mehr als 2 Jahre. Hierzu muss kein Blut geflossen sein.

§5 Nicht schuldig nach §3 und §4 ist wer sich seines eigenen Leib und Lebens gegen einen Angreifer gewehrt hat und diesen verletzt oder getötet hat.

§6 Wer solche Zauber wirkt die ein Leid des Geistes oder der Seele bewirken oder dem Weg des großen Urs anders widersprechen ohne einen Priesterschein zu haben der bleibe im Kerker auf mehrere Monate, aber nicht mehr als 3 Jahre.

§7 Wer denn sich nennet ein Priester oder Druide und will zaubern anders als der Weg des großen Urs der soll sich melden beim Gericht auf dass er binnen 2 Wochen einen Priesterschein erhalte.

§8 Wer denn stehlet von seinen Brüdern oder von Fremden der habe zurückzugeben das Diebesgut oder falls das nicht mehr möglich ist dessen Gegenwert an den Bestohlenen und eine Geldstrafe in Höhe des Gegenwertes an das Gericht zu zahlen. Im Zweifel über den Wert des Diebesguts entscheidet alleine der Richter.

§9 Wer eine fremde Sache kaputtschlägt oder beschädigt der habe den Schaden oder den gesamten Wert der Sache an den Eigentümer zu entrichten sowie den halben Wert der Sache als Geldstrafe an das Gericht zu zahlen. Im Zweifel über den Wert der Sache entscheidet alleine der Richter.

§10 Wer nun Handel treibt mit Diebesgut der soll zahlen eine Geldstrafe so groß wie der Wert der Hehlerware und in den Kerker gehen für mehrere Monate, aber nicht mehr als 3 Jahre.

§11 Wer einen Sklaven sein Eigentum nennt, einen erwirbt oder verkauft oder versucht ein Wesen zu seinem Sklaven zu machen der bleibe im Kerker für mindestens 5, aber höchstens 10 Jahre.

§12 Um denn die Erhaltung des Blutes unseres Großen Odos zu gewährleisten seyen in ganz Bärock alle Duelle auf Leben und Tod verboten. Erlaubt ist lediglich der Ponga nach den Regeln der Bären.

§13 Wer denn nun bricht den Landfrieden Bärocks in dem er eine bewaffnete Bande bildet der sey als Anführer bestraft mit 3 Jahren Kerker, als solcher der nur teilnimmt mit einem Jahr Kerker.

§14 Das Gastrecht sey allen Gästen gewähret doch sei es keinem Gast in Bärock gestattet wiederum selbst Gäste zu haben und ihnen Gastrecht zu gewähren.

§15 Wird ein Fremder welcher ist so jemand der kein Bär oder kein Bürger Bärocks ist mehrmals straffällig und zeigt weder Einsicht noch Reue so kann das Gericht mir Genehmigung des Hauptmannes die Verbannung gegen den Verbrecher aussprechen.

§16 Wer zu zahlen hat eine Geldstrafe und diese nicht zahlen kann so darf eine beliebige Person bezahlen für ihn die Strafe.

§17 Wenn nun dringender Bedarf nach einem neuen Gesetz besteht so kann der Richter mit Zustimmung des Bärgermeisters neue Verordnungen erlassen die als Gesetz gelten für höchstens zwei Wochen lang oder durch den Rat der Bären zum Gesetz werden.

§18 Wer nun die Frechheit besitze über Bärock, Urs, Uhla, Odo oder seine Kinder zu spotten der sey verbannet aus Bärock für jetzt und immerdar.

Larp in Erlangen